Zoom auf
NIMES (Gard)
DIE damalige Stadt mit dem Namen Nemausus, benannt nach einem Gott dieser Region,
war die Hauptstadt des vorrömischen Volkes "Volques Arécomiques".
Das "französische Rom", das nahe der Quelle aus dem Garten "jardin
de la Fontaine" fliessend, entstand, wird unter Augustus im Jahre 19 vor Chr.
zu einer der schönsten Städte des narbonnischen Gallien und des ganzen
Imperiums.
Nîmes wurde seit dem III.Jhd. durch Saint-Saturnin und Saint-Baudile
christianisiert.
Im XIII. Jhd wird die Stadt von Simon de Montfort eingenommen und
an das französische Königreich angegliedert. Da die Stadt sich 1532 zum
Protestantismus bekannt hat, wurde Nîmes in oft blutige Religionskriege
verwickelt.
Viele römische Bauwerke sind dabei verloren gegangen : das Theater jedoch
ist erhalten. Es wurde um 10 vor Chr. zu Ehren der Adoptivsöhne Augustus,
Caïus und Lucius, den "Prinzen der Jugend", errichtet.
Über die Jahrhunderte hinweg wurde es als Versammlungsort, Rathaus und
Frauen-Kloster genutzt.
Die Arenen von Nîmes sind die besterhaltensten der Welt.
Zum grossen Fest, der "Feria" von Pfingsten, finden dort
die berühmten Stierkämpfe, die "Corridas", statt.
Zu den anderen römischen Bauwerken gehören auch das Tor von
Arles/Augustustor (Porte d'Arles ou d'Auguste), das Tor von
Frankreich (la Porte de France), der Turm "la Tour Magne", der
"Temple de Diane" und das "Castellum".
Darüber hinaus sind Nîmes auch die Einflüsse aus den
mittelalterlichen und modernen Epochen sehr wichtig. Dazu gehört
das "Maison romane", ein Beispiel für die Architektur des XII.Jhd.,
der Brunnen der Bildhauers Pradier (1848) und das Geburtshaus von
Alphonse Daudet.
Jedes Jahr feiert man in den Strassen von Nîmes an Pfingsten, im
September und im Juni die "Feria" : das heisst es gibt Stierkämpfe
zu sehen und es wird die ganze Nacht durch gefeiert.
Nîmes ist für sein Fischgericht "Brandade" bekannt, bietet jedoch noch
andere Spezialitäten wie die "croquants villarets", den Likör "Cartagène", die "Tapenade d'olives", den "Nemausus", den "Caladon", den "Pavé Nîmois", die "Petit Pâté de Nîmes".
August 2000
Übersetzung ins Deutsche : Effi Ottmüller
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